| Absolute Mehrheit für Tim Schardelmann |
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Der 37-jährige Tim Schardelmann aus Worpswede wird bei der Bundestagswahl Ende September 2009 für die FDP im Wahlkreis Osterholz-Verden kandidieren.
Der Politikwissenschaftler und FDP-Kreisvorsitzende in Osterholz erreichte bei der Wahlkreismitgliederversammlung im "Grasberger Hof" in Grasberg im ersten Wahlgang exakt die absolute Mehrheit mit 37 von 73 Stimmen.
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Auf Platz zwei kam der Bremer Michael Müller, der Lehrer am Achimer Marktgymnasium ist. 20 Liberale hatten ihm ihre Stimme gegeben. Petra Hellmann, Politologin und Mitarbeiterin im Büro der jetzigen FDP-Bundestagsabgeordneten Ina Lenke, bekam neun Stimmen. Sechs Versammlungsteilnehmer unterstützten in geheimer Wahl Gabriele Artelt-Marquardt, Sozialarbeiterin und Lehrerin aus Thedinghausen. Ein Mitglied hatte sich der Stimme enthalten.
Tim Schardelmann wird somit mit Heiko Haase (Grüne), Andreas Mattfeldt (CDU) und voraussichtlich dem Amtsinhaber Joachim Stünker (SPD) um das Direktmandat in diesem Wahlkreis konkurrieren.
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Worpsweder setzt sich durch Tim Schardelmann FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis Osterholz-Verden Von Sandra Binkenstein |
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Es habe schon andere Zeiten gegeben, betonte Gero Hocker. Zeiten, in denen sich nur ein Bewerber zur Wahl gestellt habe. Am Dienstagabend sah das anders aus: Gleich vier Bewerber wollten sich als Kandidaten für die Bundestagswahl 2009 nominieren lassen. Die Mitglieder des Wahlkreises Osterholz-Verden hatten also die Qual der Wahl.
Im Grasberger Hof hatte sich das Gros der FDP-Mitglieder im Wahlkreis versammelt. Gero Hocker, Vorsitzender des Kreisverbandes Verden, übernahm die Leitung. Zunächst stellten sich die Kandidaten in alphabetischer Reihenfolge vor. Das Verhältnis war an diesem Abend eher unausgeglichen: Drei Bewerber aus dem Kreisverband Verden standen einem Bewerber vom Osterholzer Kreisverband der Freien Demokraten gegenüber. Im Saal aber hatten mehr Osterholzer Platz genommen: Aus Verden waren 34 Mitglieder angereist, aus dem Landkreis Osterholz waren es immerhin 40.
Ausgeglichener war da schon das Geschlechterverhältnis unter den Bewerbern: Der Frauenanteil lag mit zwei Bewerberinnen bei 50 Prozent..
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| Die Damen hatten den Vortritt |
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Die Thedinghausenerin Gabriele Artelt-Marquardt trat zuerst ans Mikrophon. Die zweifache Mutter punktete mit Interesse am Nachwuchs: In ihrer Gemeinde habe sie einen Spielkreis eingerichtet und die Sprachförderung im frühen Kindergartenalter unterstützt. Außerdem habe sie die Einrichtung eines Betriebskindergartens in einem ortsansässigen Unternehmen angeregt. Ihre Ziele: An Entwicklungsstandards mitarbeiten und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf vorantreiben.
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Auch Petra Hellmann, Diplom-Politologin und Leiterin des Bundestagsbüros von Ina Lenke, hatte sich große Ziele gesteckt. Im Bundestag würde sie weiter für die Einführung des Kinderbetreuungsgutscheins kämpfen und so "den Menschen in den Mittelpunkt stellen und nicht einzelne Berufsgruppen", erklärte Hellmann. Das größte Problem des Wahlbezirks sieht sie in der mangelnden Qualität und Quantität der Betreuungsinfrastruktur: Es gelte, die Lücke zwischen Elternzeit und Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz zu schließen
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Weniger grazil, dafür mit einem direkten Einstieg in die Politik der FDP, stellte sich der dritte Verdener Bewerber vor. Michael Müller, Lehrer am Achimer Marktgymnasium, betonte, er wolle die FDP nicht noch in den nächsten elf Jahren in der Opposition sehen. "Wir brauchen die Kreativität der Menschen", rief er aus. Bequem auf das Pult gestützt, wetterte er gegen die "protektionistische Konservationspolitik" der großen Koalition. Bildung, Bürgerrechte und freies Unternehmertum, das würden seine Hauptthemen im Bundestag sein, so Müller.
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| Der Letzte wurde der Erste |
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Zuletzt trat Tim Schardelmann hinter das Rednerpult. Der Vorsitzende des Kreisverbandes Osterholz und des Ortsverbands Worpswede war mit 39 Jahren der Jüngste unter den Bewerbern. Als Politikwissenschaftler ist der Worpsweder an der Uni Bremen tätig. Erst stellte er sich kurz persönlich vor, dann ging es ans Eingemachte: Die nächste Bundestagswahl sei von elementarer Bedeutung, betonte Schardelmann. Schließlich komme es wesentlich auf die FDP an, wenn ein "rechtsstaatsgefährdender Linksruck" verhindert werden solle. Außerdem werde die Mittelschicht durch eine verfehlte Steuer- und Abgabenpolitik zur Melkkuh der Nation gemacht. Er trete für die Sicherung des Wettbewerbs und der Freiheitsrechte, für die Eindämmung der Bürokratie und eine nachhaltige Bildungs- und Umweltpolitik ein, erklärte Schardelmann.
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Auf die Frage, ob er schon einmal ein Mandat bekleidet habe, antwortete er mit Nein. Ja sagte Schardelmann dagegen zur Y-Trasse für den Zugverkehr in Richtung Hamburg und Bremerhaven. "Wir brauchen die Y-Trasse", ist Schardelmann sicher.
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20.11.2008 © Bremer Tageszeitungen AG
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