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Verdener Gespräch :  Tim Krug

 

Wie viel Markt ist möglich ?
Wie viel Staat ist notwendig ?

 

Die freie Marktwirtschaft ist die Alternative zu der mit Zwangsmitteln durchgesetzen Steuerung des Lebens durch den Staat. Als Liberaler wünsche ich mir, die individuelle Freiheit so groß wie möglich und den staatlichen Zwangsapparat so klein wie möglich zu halten.

In einem Markt ist immer mehr Wissen vorhanden als in der leistungsfähigsten Behörde. Der Markt ist nicht anders als die Gesamtheit der Bürger mit ihren eigenverantwortlichen Entscheidungen.

Seit mehreren hundert Jahren haben sich Kapitalismus und Marktwirtschaft in der ganzen Welt ausgebreitet, weil sie mehr Wohlstand schaffen konnten, als jede andere Wirtschaftsform. Die Freie Marktwirtschaft hat den höchsten Wohlstand hervorgebracht. Damit beruht das Vertrauen in den Markt auf in der Praxis erprobtem Wissen. Umso erstaunlicher ist der Irrglaube vieler Menschen in die Überlegenheit eines staatlich gesteuerten Systems. Dem Marktergebnis wird misstraut. Es wird versucht, den durch staatliche Lenkung zu substituieren, wo wir doch gerade den Bankrott der sozialistischen Staaten erlebt haben. Nicht der Markt versagt, sondern der Staat. Jede staatliche Intervention mindert die Leistungsfähigkeit des Staates und damit den Wohlstand der Bürger. Der deutsche Wohlfahrtsstaat beeinträchtigt nicht nur die Effizienz der Wirtschaft sondern auch die Rechte der Bürger.

Die Ausweitung des Sozialstaates ergibt sich aus dem Bestreben der großen Parteien sich durch steuer-finanzierte Wohltaten gegenseitig zu übertreffen, während die Wähler jener Partei den Zuschlag geben, die am meisten verspricht. Es gibt einen Selbstverstärkungseffekt, der dafür sorgt, dass der Einsatz im Prozess des Stimmenkaufs immer höher wird und parallel dazu die Ansprüche der Wähler steigen.

Lassen Sie uns gemeinsam dagegen vorgehen, dass der ständig wachsende Wählerblock von Nettobeziehern aus staatlichen Umverteilungsmaßnahmen die Mehrheit gewinnt. Und die Nettozahler zur Minderheit geraten, denn einmal auf den Geschmack gekommen, wird die Mehrheit der sozialpolitischen Nutznießer für eine weitere Ausweitung des Sozialstaates stimmen, obwohl dieser bereits jetzt nicht mehr finanzierbar ist.

Je üppiger die staatlichen Sozialleistungen desto geringer der Anreiz sich aus eigener Kraft in eine bessere Lage zu bringen.

Je mehr soziale Wohltaten eingeräumt werden, desto größer die Anzahl derer, die in Abhängigkeit geraten und es verlernen, eigenverantwortlich zu handeln. Die eigentlichen Geschädigten der Sozialpolitik sind die Empfänger von Sozialleistungen. Wer dauerhaft von fremder Unterstützung lebt, hat sich selbst aufgegeben. Der von Sozialhilfe Abhängige muss sich eingestehen, dass er weniger leistet als die Hilfegeber. Das zerstört das Selbstwertgefühl und das Selbstvertrauen der Hilfeempfänger. Deshalb brauchen wir frei ausgehandelte Löhne, denn sie schließen Arbeitslosigkeit aus. In einer freien Wirtschaft herrscht mit Ausnahme der „Such- Arbeitslosigkeit“ Vollbeschäftigung.

Es ist darum notwendig, die staatlichen Eingriffe so gering wie möglich zu halten. 

 

 

 

 
 

Tim Krug ist Mitglied der Fraktion der FDP im Ortsrat in Ottersberg,
und Landtagskandidat der FDP im Wahlkreis 60 (Osterholz/Verden).
 

 
     
     
     
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Umfrage : Zwischen Achim und Oyten soll auf einer Fläche von 43 Hektar Sand abgebaut werden.

 

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