Die FDP hat vor einigen Jahren das Abitur in Niedersachsen bereits nach 12 anstatt erst nach dreizehn Jahren eingeführt. Dies war der richtige Schritt, um jungen Menschen im internationalen Vergleich einen früheren Einstieg in den Beruf und eine längere Lebensarbeitszeit zu ermöglichen und langfristig auf diesem Wege auch die sozialen Sicherungssysteme zu entlasten. Obwohl deutsche Studienabsolventen immer noch etwa 2-3 Jahre älter sind als ihre Kommilitonen in anderen europäischen Ländern und der Gesetzgeber weitere Maßnahmen im Bereich der frühkindlichen Bildung veranlassen muss, um eine weitere Straffung der Lerninhalte zu erreichen, ist das Abitur nach 12 Jahren ein Schritt in die richtige Richtung gewesen. Weil die Reduzierung der Schuljahre bis zum Abitur nur erfolgen konnte, weil parallel die Lehrpläne gestrafft wurden und Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen häufig erst nach der siebten oder achten Stunde die Schule verlassen, muss die Infrastruktur mit diesen Veränderungen Schritt halten. Der Landkreis muss aus diesem Grunde dafür Sorge tragen, dass auch nach der siebten und achten Unterrichtsstunde ein adäquater Bustransfer der Schülerinnen und Schüler gewährleistet ist.
Auch wenn dies für den Landkreis mit höheren Kosten verbunden ist, ist diese Maßnahme erforderlich, damit sich das Abitur nach 12 Jahren von den Schülerinnen und Schülern sowie von ihren Eltern und Lehrern mitgetragen wird und eine Akzeptanz für weitere Maßnahmen entsteht, die jungen Menschen eine fundierte Schulausbildung und gleichzeitig die Chance auf einen frühen Start ins Berufsleben ermöglichen. Glücklicherweise haben sich bereits einige Kommunen im Landkreis bereit erklärt, hier freiwillige Lasten zu übernehmen, um die Fahrzeit zu senken. Als Landtagskandidat werde ich in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Gemeinden nach Möglichkeiten suchen, gerade im ländlichen Raum die Bedingungen für den Schulbesuch zu verbessern.