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| Anpassung der Fahrpläne an Schulzeiten
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FDP fordert schnelle Anpassung der Fahrpläne an Schulzeiten
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Der Schul- und Sportausschuss des Landkreises muss am Montag eine Vorlage des Schulamtes beraten, die eine Anpassung der Busfahrpläne an die Schulzeiten ablehnt, die vom Domgymnasium und vom Gymnasium am Wall in Verden, vom Cato-Bontjes-van Beek-Gymnasium in Achim und vom Schulzentrum Kirchlinteln beantragt wurden. Begründet wird dies mit hohen Kosten für zusätzliche Busse, einem großen Planungsaufwand und einem Gutachten, das in einigen Monaten Vorschläge zu dem Thema enthalten werde. Der kreiseigene Verkehrsbetrieb VWE wurde vom Schulamt gar nicht erst mit Nachfragen behelligt.
„Diese grobe Fehlentscheidung auf dem Rücken unserer Kinder muss vom Ausschuss korrigiert werden“, fordert der Vorsitzende der FDP-Kreistagsfraktion, Dr. Michael Dräger. Durch die Verkürzung der Schulzeit bis zum Abitur auf zwölf Jahre verlangen wir schon von Siebtklässlern – also zwölfjährigen Kindern – Konzentration, Aufmerksamkeit und Lernleistungen von 8 bis 15 Uhr. Neben den Unterrichtsunterbrechungen von fünf bis zehn Minuten Dauer, die oft nur dazu dienen, den Klassenraum zu wechseln, haben unsere Kinder nur eine wirkliche Pause von 20 Minuten nach der zweiten Stunde. Diese Pausenregelung entspricht nicht einmal den Bestimmungen des – übrigens auch im Kreishaus gültigen – Arbeitszeitgesetzes, nach dem Erwachsene nach sechs Stunden Arbeitszeit Anspruch auf eine Pause von 30 Minuten oder zwei Pausen von 15 Minuten haben.
Zudem werden 95 % der Schüler im Landkreis durch den ÖPNV befördert, wofür der Kreis im jetzigen Haushalt 5,9 Millionen € vorgesehen hat. Die Kosten sind so hoch, weil die Schüler nicht etwa den ganz normalen Busfahrschein bezahlt bekommen, sondern so behandelt werden, als ob für sie der Linienbus extra angemietet worden wäre. Hierdurch wird der Öffentliche Personennahverkehr massiv subventioniert. Im Gegenzug kann und muss aber auch verlangt werden, dass die Fahrpläne so gestaltet werden, dass unsere Kinder genau wie die Bediensteten im Kreishaus eine Mittagspause bekommen und nach Schulschluss so schnell wie möglich nach Hause zurückfahren können. Die VWE wäre selbstverständlich zu einer Überarbeitung der Fahrpläne bereit. „Auch das Schulamt muss jetzt begreifen, dass Schule für die Schüler da ist und nicht umgekehrt und den Kindern endlich die Pausenzeiten ermöglichen, auf deren Einhaltung der Betriebsrat im Kreishaus zu Recht achtet. Daher wird die FDP diese Fehlentscheidung nicht mittragen und wird alles tun, um sie schnellstmöglich zu korrigieren.“
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Dr. Michael Dräger
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Dr. Michael Dräger ist Mitglied im Gemeinderat Kirchlinteln und Fraktionsvorsitzender der FDP im Kreistag
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Antrag der FDP-Fraktion im Kreistag Verden
Kindgerechter Schülertransport durch den Landkreis Verden
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Der Kreistag möge beschließen, den Schülertransport entsprechend den vorliegenden Anträgen des Cato-Bontjes-van Beek-Gymnasiums (Achim), des Domgymnasiums (Verden), des Gymnasiums am Wall (Verden) und der Schule am Lindhoop (Kirchlinteln) so zu organisieren, dass die Schüler bei Ganztagsunterricht eine mindestens vierzigminütige Mittagspause erhalten. Die Fahrpläne im Öffentlichen Nahverkehr sind spätestens mit Beginn des Schuljahres 2008/09 den Unterrichtszeiten am Nachmittag anzupassen. Der zuständige Fachdienst 40 (Schule, Kultur und Sport) und die Schulvorstände prüfen rechtzeitig zurn Schuljahr 2009/10, inwieweit eine weitere Verlängerung der Mittagsfreizeit zur kind- und jugendgemäßen Rhyhmisierung des Schulalltags durch den Wechsel von Untenicht (vormittags), Ausgleich und Entspannung (Mittagsfreizett und außerunterrichtliche Aktivitäten, z. B. im AG-Bereich) und Unterricht (nachmittags) erforderlich ist, um erfolgreiche Voraussetzungen für effektive unterrichtliche Arbeit zu schaffen.
Begründung
Seit die ehemalige Kultusministerin Jürgens-Pieper (SPD) die Wochensfundenzahl für die Sekundarstufe I auf 31 Wochenstunden erhöht hat, sind alle Gymnasien des Landes Niedersachsen faktisch Ganztagsschulen. Da die von CDU und SPD gestellte niedersächsische Landesregierung die Schulzeit bis zum Abitur um ein Jahr verkürzt hat(,,G 8"), hat der Ganztagsunterricht an den Gymnasien seit dem Schuljahr 2004/05 noch ganz erheblich zugenommen. Nach den gültigen Stundentafeln haben alle Gymnasiasten ab der 7. Klasse Nachmittagsunterricht, da in der 7. Klasse 32, in der 8. Klasse 33 und in der 9. und 10. Klasse 34 Unterrichtsstunden pro Woche erteilt werden müssen. Die Schule am Lindhoop in Kirchlinteln ist seit Jahren offiziell Ganztagsschule, die von der Bundesregierung entsprechend gefördert worden ist. Daher haben die vier genannten Schulen beim Fachdienst 40 (Schule, Kultur und Sport) den Antrag auf Anpassung der Fahrpläne an die Unterrichtszeiten gestellt, der mit der Drucksache Nr. 40.16.393-M abgelehnt wird, weil die Umstellung der Fahrpläne aufwändig sei, mindestens ein Jahr Vorlauf benötige, Kosten entstehen könnten und ein Gutachten zu erwarten sei, das erst noch ausgewertet werden müsse.
Demgegenüber steht fest,
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dass der Landkreis und insbesondere der zuständige Fachdienst dreieinhalb Jahre nach Umstellung der Stundentafeln für die Gymnasien auf Ganztagsunterricht an ein bis zwei Wochentagen den Schülertransport diesen veränderten Bedingungen nicht angepasst hat,
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dass Schüler ab der 7. Klasse - also vom Alter von etwa zwölf Jahren an - lediglich eine zwanzigminütige (2./3. Stunde), zwei zehnminütige (4.15. und 6./7. Stunde) und ansonsten nur fünfminütige Pausen haben,
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dass dies weit schlechter ist als die Ruhepausenregelungen des Jugendarbeitschutzgesetzes (§ 11) und des für Erwachsene gültigen Arbeitszeitgesetzes (§ 4),
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dass nach der öffentlichen Drucksache Nr. 40.16.159-M vom 23.4.2007 (insbes. Punkt II., Seite 2-4) der Schülertransport seit den 90er Jahren den Öffentlichen Personennahverkehr subventioniert, da Linienbusse für den Schülertransport grundsätzlich so bezahlt werden, als handele es sich um die weit teureren angemieteten Busse und
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dass folglich eine kostenlose Anpassung der Fahrzeiten der Linienbusse an die Erfordernisse des Schülertransportes verlangt werden kann und muss.
Der zuständige Fachdienst des Landkreises, die Ganztagsschule am Lindhoop (Kirchlinteln) und die Gymnasien sollen zudem zum Schuljahr 2009/10 prüfen, inwieweit die kind- und jugendgemäße Rhythmisierung des Schulalltags eine weitere Verlängerung der Mittagsfreizeit und eine entsprechende Anpassung der Fahrpläne im Öffentlichen Personennahverkehr erforderlich macht. So umfasst z. B. die Mittagsfreizeit am seit 1969 als Ganztagsschule bestehenden Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel grundsätzlich zwei Schulstunden (90 Minuten), in denen neben der Entspannungspause auch vielfältige Schüleraktivitäten stattfinden (Näheres unter http://hgg-kiel.lernnetz.de/schulprogramm/sprogrtf.html, insbes. 5. ,,Unterrichtliche Arbeit" und 6. ,,Außerunterrichtlicher Bereich (AUB)"). Der Fachdienst 40 (Schule, Sport und Kultur) veranlasst dann die entsprechende kostenneutrale Anpassung der Fahrpläne.
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FDP fordert schülergerechten Nachmittagsunterricht
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Bei Ganztagsunterricht sollen die Schüler spätestens mit Beginn des nächsten Schuljahres eine mindestens vierzigminütige Mittagspause erhalten. Vom Schuljahr 2009/10 an soll dann schülergerechter Nachmittagsunterricht entsprechend den neuesten lernpsychologischen Erkenntnissen erteilt werden. Dies fordert die FDP-Kreistagsfraktion in ihrem Antrag zur Sitzung des Schul- und Sportausschusses am 4. März. „Seit 2004 haben die Schüler Ganztagsunterricht, ohne dass der Landkreis die Busfahrpläne hierauf abgestimmt hat. Um die notwendigen Pausenzeiten oder den Lernerfolg der Schüler hat sich das Schulamt nie Sorgen gemacht“, begründet der Fraktionsvorsitzende Dr. Michael Dräger den Antrag seiner Fraktion. Eine Fahrplanänderung im Interesse der Schüler werde auch keinerlei Mehrkosten verursachen, da der Schülertransport sowieso seit über fünfzehn Jahren dazu diene, um den Öffentlichen Personennahverkehr massiv zu subventionieren. „Für 5,9 Millionen € muss man einfach verlangen, dass die Fahrpläne sich nach den Bedürfnissen der Mehrheit der Fahrgäste – also der Schüler – richten,“ meint Dräger.
Aus Sicht der Liberalen dürfen sich die Verbesserungen im Schulbusverkehr aber nicht auf eine verlängerte Mittagspause beschränken. „Es gibt schon lange Ganztagsschulen, die auf der Grundlage neuester lernpsychologischer Forschungen Unterricht erteilen. Dort ist es üblich, dass die Schüler mittags eine neunzigminütige Entspannungspause mit vielfältigen Aktivitäten von der Handball-AG über Recherchen in der Schulbibliothek bis hin zu naturwissenschaftlichen Projekten haben,“ erklärt Dr. Dräger, der selbst eine solche Schule, das Hans-Geiger-Gymnasium in Kiel, besucht hat. Schulamt und Schulvorstände werden beauftragt, auf der Grundlage der bestehenden Erfahrungen bis zum Schuljahr 2009/10 ein Konzept für einen schülergerechten Nachmittagsunterricht zu entwickeln und die Busfahrpläne hieran anzupassen. „Die Schule ist für die Schüler da. Lehrer, Schulvorstände und Schulverwaltung müssen alles tun, damit den Schülern das Lernen erleichtert wird,“ meint Dr. Dräger. Nachdem das Schulamt schon vier Jahre nichts unternommen habe, um für angemessene Pausen und kürzere Fahrzeiten der Schüler zu sorgen, werde die FDP weitere Verzögerungen und Ausreden nicht akzeptieren.
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